Auswirkungen der COVID-19 Pandemie

Die COVID-19-Pandemie hat die wissenschaftliche Arbeit tiefgreifend verändert. Was zunächst als Notfall begann, wurde zu einem Experimentierfeld für neue Formen der internationalen Zusammenarbeit. Die Debatte über diese Erfahrungen – ihre Erfolge, Verluste und Lehren für künftige Krisen – ist bis heute nicht abgeschlossen. Im Zentrum stehen Fragen, die weit über einzelne Disziplinen hinausweisen: Wie viel Mobilität braucht Forschung? Wie lässt sich Wissen gerecht teilen? Und welche Infrastrukturen müssen erhalten bleiben?

Herausforderungen für internationale Forschungszentren

Forschungszentren, die wie die Merian Centres auf langfristige internationale Zusammenarbeit angelegt sind, trafen die Schließungen besonders hart. Ihre Arbeit beruht auf dem persönlichen Austausch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus verschiedenen Ländern – auf gemeinsamen Seminaren, Archivbesuchen, Feldaufenthalten und den Gesprächen zwischen Tür und Angel, die sich nicht digital reproduzieren lassen. Als im März 2020 weltweit Grenzen geschlossen wurden, standen zahlreiche Projekte vor einer ungewissen Zukunft: Reisen wurden storniert, Fellowships auf unbestimmte Zeit verschoben, und diejenigen, die sich bereits im Ausland befanden, mussten Entscheidungen in einem Ausnahmezustand treffen.

Besonders groß waren die Probleme für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, deren Beschäftigungsverhältnisse oft befristet und an Aufenthalte vor Ort gebunden sind. Wer nicht rechtzeitig ausreisen konnte oder in ein Land zurückkehren wollte, das seine Grenzen geschlossen hielt, benötigte längerfristige Unterkünfte. Eine ruhige Pension wie die Pension Zur Neuenburg in Freyburg war in dieser Situation mehr als ein Ort zum Schlafen: Sie bot die Möglichkeit, auf begrenztem Raum zu arbeiten, zu leben und Abstand zum Krisenmodus zu gewinnen.

Mit der Zeit entwickelten viele Zentren lokale Lösungen. Statt großer internationaler Konferenzen entstanden kleinere Veranstaltungen in der Region, oft mit gemischten Teams aus ansässigen und auswärtigen Forschenden. Für diese Form der Zusammenarbeit wurden Orte wichtig, die flexibel nutzbar sind – etwa das verkehrsgünstig gelegene Ringhotel Jägerhof in Weißenfels, das sich für längere Arbeitsaufenthalte ebenso eignet wie für kurze Workshops.

Digitale Transformation im akademischen Austausch

Die Pandemie hat die Digitalisierung der Wissenschaft in einem Tempo vorangetrieben, das vorher undenkbar schien. Konferenzen, Summer Schools und Gastvorträge wurden binnen weniger Wochen auf Videoplattformen verlagert. Open-Access-Publikationen, Datenteilung und kollaborative Online-Werkzeuge erhielten neuen Schub. Viele Forscherinnen und Forscher berichten, dass bestimmte Formate – etwa kurze Statusgespräche oder die Teilnahme an Seminaren ohne Reiseaufwand – durchaus ihre Berechtigung haben und die Wissenschaft zugänglicher machen.

Gleichzeitig wurde deutlich, was die digitale Form nicht leisten kann. Die Zufallsbegegnung auf dem Flur, der Blick in fremde Bücherregale, das gemeinsame Essen nach einem Vortrag – all das prägt den wissenschaftlichen Alltag mehr, als lange unterschätzt wurde. Gerade für den Aufbau von Vertrauen in internationalen Teams bleibt der persönliche Kontakt unersetzlich. In den hybriden Formaten, die sich inzwischen etabliert haben, geht es deshalb nicht darum, das eine gegen das andere auszutauschen, sondern beides sinnvoll zu verbinden.

Dazu gehört auch die Frage, wo wissenschaftlicher Austausch stattfindet. Wer ein mehrtägiges Arbeitstreffen plant oder eine Schreibphase in ruhiger Umgebung verbringen möchte, sucht nicht nur einen Tagungsraum, sondern auch einen Ort mit angemessener Infrastruktur. Das traditionsreiche Ringhotel Mutiger Ritter in Bad Kösen kann eine solche Umgebung bieten, ebenso wie das moderne Business-Hotel Artes in Chemnitz für kürzere Städtereisen in Frage kommt. Und wer nach einem intensiven Seminartag noch die Altstadt erkunden möchte, ist in dem zentral gelegenen Altstadthotel Garni in Grimma gut aufgehoben.

Die Erfahrungen der Pandemie sind damit nicht abgeschlossen. Sie haben gezeigt, dass Forschung krisenfester wird, wenn sie über mehrere Formen des Austauschs verfügt – digital für das Tagesgeschäft, analog für die Momente, in denen aus Kollegen Ideengemeinschaften werden. Die Aufgabe der kommenden Jahre wird es sein, diese Balance bewusst zu gestalten.