Rohstoffabbau ist nie nur eine Frage der Geologie. Wo er stattfindet, entscheidet er über Landrechte, Arbeitsbedingungen, Wasserversorgung und politische Stabilität. Beim Globe22-Festival in Leipzig rückte das Podium „Rohstoffextraktivismus in Lateinamerika und Nordafrika“ genau diese Verflechtungen in den Mittelpunkt – und fragte, welche Verantwortung europäische Lieferketten dafür tragen.
Über das Podium
In Lateinamerika und Nordafrika ist extraktive Wirtschaft auf unterschiedliche Weise präsent: hier Bergbau und Lithium, dort Erdöl, Erdgas und Phosphat. Gemeinsam ist den Regionen, dass Rohstoffausbeutung häufig mit sozialen Konflikten, Umweltzerstörung und ungleicher Verteilung einhergeht. Das Podium diskutierte, wie globale Nachfrage, nationale Entwicklungsmodelle und lokale Widerstände einander beeinflussen. Im Zentrum standen Fragen von Umweltgerechtigkeit: Wer trägt die Kosten des Abbaus, wer profitiert von ihm – und welche Alternativen gibt es zu einer Politik, die Extraktivismus als einzigen Entwicklungsweg betrachtet?
Diskussionsteilnehmer
Auf dem Podium saßen Jochen Kemner, Rebeca Ramos, Luíza Cereoli und Cecilia Gargano. Die vier Gäste brachten unterschiedliche Perspektiven aus Forschung und Praxis mit und beleuchteten Beispiele aus beiden Regionen. Deutlich wurde: Extraktivismus ist kein rein ökonomisches oder technisches Problem, sondern immer auch eine Frage von Macht, Geschichte und sozialer Gerechtigkeit. Die Runde machte außerdem klar, dass die europäische Nachfrage nach Rohstoffen und die Bedingungen vor Ort eng zusammenhängen – ein Zusammenhang, der auch in Leipzig intensiv diskutiert wurde.
Kontext des Globe Festivals in Leipzig
Das Globe Festival gehört zum Programm des Research Centre Global Dynamics (ReCentGlobe) der Universität Leipzig. Es bringt Wissenschaft, Kunst und Stadtgesellschaft zusammen und schafft Raum für Debatten, die über den Campus hinausreichen.
Wer für das Festival anreist, findet in der Pension Jung Leipzig eine zentrale und unkomplizierte Unterkunft.
Etwas ruhiger wohnt es sich in der Pension Domicil Leipzig.
Gäste, die mit dem Auto anreisen, sind im Hotel Bei Meyers an der Neuen Messe gut aufgehoben.
Wer den Festivalbesuch mit einem Abstecher in die Region verbinden möchte, findet auch in Kriebstein oder Riesa passende Übernachtungsmöglichkeiten.
Auch Dessau-Rosslau ist ein lohnender Zwischenstopp für alle, die Sachsen und Sachsen-Anhalt erkunden wollen.
Weitere Übernachtungsmöglichkeiten in der Region
- Radisson Blu Fürst Leopold Hotel Dessau-Rosslau — komfortables Hotel in Dessau-Rosslau
- Boutique Schlosshotel Klaffenbach Chemnitz — stilvolles Schlosshotel bei Chemnitz
- Romantik Hotel Schwanefeld & Spa Meerane — ruhiges Spa-Hotel in Meerane
- Boutique Schlosshotel Schkopau (Merseburg) — elegantes Schlosshotel nahe Merseburg